Krypto-Steuer-Software im Vergleich: Blockpit, Koinly, CoinTracking.
Ein ausführlicher, neutraler Vergleich der drei wichtigsten Tools für Österreich und den DACH-Raum. Preise, Integrationen, DeFi, Support und Methoden, plus eine klare Entscheidungshilfe nach Nutzertyp.
Kurzfazit
Für die meisten Anleger in Österreich ist Blockpit die naheliegendste Wahl, weil der Anbieter in Österreich sitzt, das AT-Framework korrekt abbildet und deutschsprachigen Support bietet. Koinly ist stark, wenn du viele Börsen und viel DeFi nutzt und die breiteste Anbindung brauchst. CoinTracking lohnt sich für Vieltrader, für die Zusammenarbeit mit dem Steuerberater und für alle, die eine Lifetime-Lizenz oder maximale Methodenkontrolle wollen. Nutzt du ausschließlich eine steuereinfache österreichische Börse mit wenig Volumen, brauchst du oft gar kein kostenpflichtiges Tool.
Auf einen Blick
Wie schneiden die Tools in der Tabelle ab?
Die wichtigsten Eckdaten der drei Tools nebeneinander, alle Preise pro Steuerjahr, sofern nicht anders angegeben.
Die wichtigsten Eckdaten der drei Tools nebeneinander. Alle Preise pro Steuerjahr, sofern nicht anders angegeben, Stand geprüft 24. Juli 2026. Vor dem Kauf die aktuellen Stufen auf der Herstellerseite prüfen, da alle drei Anbieter ihre Modelle regelmäßig anpassen.
| Blockpit | Koinly | CoinTracking | |
|---|---|---|---|
| Sitz | Linz AT | London, GB | Deutschland |
| Am Markt seit | 2017 | 2018 | 2013 |
| Kostenlos | Portfolio-Tracking | Tracking bis 10.000 tx | Portfolioansicht |
| Einstieg (Report) | ab 49 € | 49 USD / 100 tx | 39 € / 200 tx |
| bis ca. 3.000 tx | ca. 149 € | 199 USD | 129 € |
| Obergrenze | bis 549 € | höhere Limits prüfen | 769 € / unbegrenzt |
| Abrechnung | einmalig pro Steuerjahr | pro Steuerjahr | alle Steuerjahre |
| Lifetime-Option | nein | nein | ja, Preis im Konto prüfen |
| Integrationen | 160+ Börsen, 190+ Blockchains | 800+ (breiteste) | 400+ |
| DeFi-Stärke | solide | sehr stark | sehr stark |
| Deutschsprachiger Support | ja | eingeschränkt | ja |
| AT-Framework | ja, geprüft | ja | ja |
| Export DATEV / WISO | WISO, SteuerGo | begrenzt | DATEV, WISO, SteuerGo |
| Oberfläche | modern, einfach | modern | mächtig, altbacken |
| Rabatt für dich | je nach Aktion | Aktionen prüfen | 5 % bei Bitcoin |
Methodik
Nach welchen Kriterien vergleichen wir?
Bewertet wird anhand von sieben nachvollziehbaren Kriterien, nicht anhand der Provisionshöhe.
Dieser Vergleich bewertet die drei Tools anhand nachvollziehbarer Kriterien, nicht anhand der Provisionshöhe. Im Mittelpunkt stehen sieben Punkte: der Preis im Verhältnis zum Transaktionsvolumen, die korrekte Abbildung des österreichischen und deutschen Steuerrechts, die Breite der Integrationen, die Qualität der DeFi- und NFT-Erkennung, die Verfügbarkeit von deutschsprachigem Support, die unterstützten Berechnungsmethoden sowie Datenschutz und Datenhaltung.
Bewusst vergeben wir keine erfundenen Sternebewertungen, da wir die Tools nicht unter identischen Laborbedingungen mit demselben Portfolio dauertesten. Stattdessen ordnen wir die Anbieter faktenbasiert ein und benennen Stärken wie Schwächen offen. Alle Preise und Funktionsangaben haben wir vor der Veröffentlichung anhand der offiziellen Herstellerseiten geprüft. Da sich Preismodelle ändern, nennen wir immer das Prüfdatum und verweisen zur Sicherheit auf die jeweilige Herstellerseite.
Anbieter 1
Blockpit im Detail
Der österreichische Anbieter mit geprüfter Steuerlogik, die naheliegendste Wahl für den AT-Standardfall.
Der österreichische Anbieter mit KPMG-geprüfter Steuerlogik. Die naheliegendste Wahl für AT-Anleger, die eine einfache Bedienung und lokalen Support schätzen.
Blockpit wurde 2017 in Linz gegründet und hat sich über die Jahre zum DACH-Schwergewicht entwickelt, unter anderem durch die Übernahme des deutschen Anbieters Cryptotax im Jahr 2020 und des Schweizer Anbieters Accointing im Jahr 2023. Das Unternehmen sitzt in Österreich, hält die Daten in Österreich und Deutschland und bewirbt eine von KPMG geprüfte Steuerlogik sowie eine TÜV-AUSTRIA-Zertifizierung. Für Anleger, denen Datenschutz und lokale Konformität wichtig sind, sind das relevante Argumente.
Preise
Ende 2025 hat Blockpit sein Preismodell umgestellt. Statt der früheren Tarife Lite, Basic, Pro und Unlimited gibt es jetzt Steuerreport-Lizenzen, die je nach Transaktionszahl gestaffelt sind und einmalig pro Steuerjahr gekauft werden. Die Spanne reicht von rund 49 Euro für kleine Portfolios bis zu etwa 549 Euro für sehr aktive Trader, die Large-Stufe für bis zu 3.000 Transaktionen liegt bei ungefähr 149 Euro. Das Portfolio-Tracking ist dauerhaft kostenlos, ein herunterladbarer Steuerreport kostet aber mindestens 49 Euro, einen echten Gratis-Report gibt es nicht. Ergänzend gibt es Blockpit Plus für 3,99 Euro im Monat mit Premiumfunktionen wie Steueroptimierung und täglicher Synchronisation sowie den kostenpflichtigen Mittelherkunftsnachweis ab 19,99 Euro.
Stärken
Die Oberfläche ist modern und einsteigerfreundlich, das Onboarding gelingt schnell. Blockpit erstellt länderkonforme Reports für Österreich, Deutschland und die Schweiz sowie über 100 weitere Länder und bildet die österreichische Durchschnittsmethode und den steuerfreien Krypto-zu-Krypto-Tausch korrekt ab. Der deutschsprachige Support und der lokale Sitz sind für AT-Nutzer ein echter Komfortvorteil.
Schwächen
Blockpit ist preislich nicht der günstigste Anbieter, und es gibt weder einen Lifetime-Zugang noch Mehrjahres-Pakete, jede Steuerjahr-Lizenz wird einzeln gekauft. Bei sehr tiefem DeFi mit vielen Nischen-Chains reicht die Integrationsbreite an Koinly nicht ganz heran. Wer nur einen einmaligen, sehr günstigen Report für ein Mini-Portfolio sucht, findet bei CoinTracking mit der Lifetime-Starter-Lizenz unter Umständen die günstigere Langfristlösung.
Anbieter 2
Koinly im Detail
Der Integrations-Spezialist mit der breitesten Anbindung und der stärksten DeFi-Erkennung.
Der Integrations-Spezialist mit über 800 Börsen, Wallets und Blockchains und starker DeFi-Erkennung. Die Wahl für verstreute Portfolios über viele Plattformen.
Koinly wurde 2018 gegründet, sitzt in London und zählt weltweit über eine Million Nutzer. Das Tool verbindet über 800 Börsen, Wallets und Blockchains und unterstützt über 20.000 Coins. Der Import erfolgt über read-only APIs oder CSV, Transfers zwischen eigenen Wallets werden automatisch zusammengeführt, damit darauf keine Steuer anfällt. In der Breite der Anbindungen ist Koinly am Markt führend.
Preise
Koinly rechnet in US-Dollar und pro Steuerjahr. Das kostenlose Konto erlaubt den Import von bis zu 10.000 Transaktionen und zeigt die Gewinnübersicht, für den Download des Reports ist aber ein bezahlter Plan nötig. Die Tarife lauten Newbie für 49 US-Dollar (bis 100 Transaktionen), Hodler für 99 US-Dollar (bis 1.000), Trader für 199 US-Dollar (bis 3.000). Für höhere Transaktionszahlen gelten zusätzliche Limits und Erweiterungen, deren aktuellen Preis du vor dem Kauf im Konto prüfen solltest. Ein wichtiges Detail, das viele Ratgeber übersehen: Der Transaktionszähler ist kontenweit kumulativ über alle Steuerjahre. Wer mehrere Jahre auf einmal importiert, kann dadurch in eine höhere Stufe rutschen. Aktuelle Aktionen solltest du vor dem Kauf direkt beim Anbieter prüfen.
Stärken
Die größte Stärke ist die Integrationsbreite in Kombination mit einer weitgehend automatischen DeFi- und NFT-Erkennung. Die Oberfläche ist aufgeräumt, das Onboarding schnell, und das großzügige kostenlose Tracking erlaubt einen guten Überblick vor dem Kauf. Reports gibt es für über 100 Länder, bezahlt werden kann auch in Krypto.
Schwächen
Für AT-Nutzer kommt zur reinen Software der Wechselkurs hinzu, da in US-Dollar abgerechnet wird, und der deutschsprachige Support ist schwächer als bei Blockpit oder CoinTracking. Komplexe DeFi-Vorgänge wie Cross-Chain-Bridges oder mehrstufige Liquidity-Pool-Migrationen erfordern häufig manuelle Nacharbeit. Wie Blockpit rechnet Koinly pro Steuerjahr ab, einen Lifetime-Zugang gibt es nicht.
Anbieter 3
CoinTracking im Detail
Der Veteran mit der größten Methoden- und Analysetiefe, stark für Vieltrader und die Steuerberatung.
Der Veteran mit der größten Methoden- und Analysetiefe. Die Wahl für Vieltrader, Profis und die Arbeit mit dem Steuerberater.
CoinTracking ist seit 2013 am Markt und damit der Pionier unter den Krypto-Steuertools. Der deutsche Anbieter importiert aus über 400 Börsen und Wallets und bietet mit über 25 Reports die mit Abstand tiefsten Auswertungen, von historischen Beständen über detaillierte Trade-Statistiken bis zu zahlreichen Genauigkeitsprüfungen. Bei den Berechnungsmethoden stehen FIFO, LIFO, HIFO und weitere zur Wahl, was gerade für die korrekte Zuordnung in Österreich und Deutschland und für die Feinsteuerung durch Profis wichtig ist.
Preise
CoinTracking unterscheidet sich im Preismodell grundlegend von den beiden anderen: Die Pläne decken alle Steuerjahre ab, nicht nur eines, und es gibt eine Lifetime-Option. Der Free-Plan bietet nach dem 7-Tage-Trial mit unbegrenztem Import nur eine Portfolioansicht und keinen Steuerreport. Danach kostet Starter 39 Euro pro Jahr (bis 200 Transaktionen, mit Reports), Pro 129 Euro (bis 3.500), Expert ab 219 Euro (20.000 bis 100.000) und Unlimited 769 Euro (unbegrenzt). Für Lifetime wird der aktuelle Einmalpreis abhängig vom Tarif im Konto angezeigt. Bei Zahlung mit Bitcoin gibt es 5 Prozent Rabatt, 2-Jahres-Pläne sparen zusätzlich. Für Steuerberater existiert ein Corporate-Tarif, für komplexe Fälle ein kostenpflichtiger Full-Service, bei dem das Team den Import übernimmt.
Stärken
Die Methodenvielfalt und die Analysetiefe sind unerreicht, ebenso die Abdeckung aller Steuerjahre mit einem einzigen Plan und die Lifetime-Option, die sich für Langfristnutzer nach einigen Jahren rechnen kann. Der Export nach DATEV, WISO und SteuerGo macht die Zusammenarbeit mit dem Steuerberater einfach. Als deutscher Anbieter bietet CoinTracking deutschsprachigen Support.
Schwächen
Die Oberfläche ist mächtig, wirkt aber altbacken und überladen, und die Lernkurve ist spürbar. Für Einsteiger, die einfach nur schnell einen sauberen Report wollen, ist das Tool weniger geeignet. Die oberen Tarife Expert und Unlimited sind zudem teuer, und die Free- sowie Starter-Stufe sind mit 200 Transaktionen knapp bemessen.
Direktvergleich
Wie schneiden die Tools nach einzelnen Kriterien ab?
Preis, Bedienung, Integrationen, AT-Report, DeFi, Export und Support im direkten Vergleich.
Preis und Preismodell
Beim reinen Einstieg nehmen sich die drei wenig, alle starten bei rund 49 Euro oder US-Dollar. Die Unterschiede liegen im Modell. Blockpit und Koinly rechnen pro Steuerjahr ab, du kaufst also jedes Jahr neu. CoinTracking deckt mit einem Plan alle Steuerjahre ab und bietet zusätzlich Lifetime-Lizenzen, was es für Langfristnutzer und Vieltrader auf lange Sicht günstiger machen kann. Bei mittlerem Volumen bis rund 3.000 Transaktionen liegen die Stufen bei 129 Euro für CoinTracking, 149 Euro für Blockpit und 199 US-Dollar für Koinly.
Länderkonformität für Österreich
Alle drei bilden das österreichische Steuerrecht ab, inklusive der 27,5 Prozent KESt, der Durchschnittsmethode und des steuerfreien Krypto-zu-Krypto-Tauschs. Blockpit hat hier durch den österreichischen Sitz und die geprüfte Steuerlogik einen Vertrauensvorsprung, CoinTracking punktet mit Methodenkontrolle und deutschem Steuerberater-Export, Koinly liefert einen korrekten AT-Report, rechnet aber in US-Dollar.
Integrationen und DeFi
Koinly führt bei der Zahl der Anbindungen mit über 800 Börsen, Wallets und Blockchains und der besten automatischen DeFi-Erkennung. CoinTracking deckt mit über 400 Börsen und Wallets ebenfalls sehr viel ab und glänzt bei komplexen Fällen durch Detailkontrolle. Blockpit ist im DACH-Kern stark, bei exotischen Chains aber weniger breit aufgestellt.
Bedienung
Blockpit und Koinly sind modern und einsteigerfreundlich, hier gelingt der Weg vom Import zum Report am schnellsten. CoinTracking bietet die meisten Funktionen, verlangt dafür aber Einarbeitung und wirkt optisch in die Jahre gekommen.
Support und Sprache
Blockpit und CoinTracking bieten deutschsprachigen Support, Blockpit als österreichischer Anbieter besonders nah an der lokalen Zielgruppe. Bei Koinly ist der Support primär englischsprachig ausgerichtet.
Datenschutz und Datenhaltung
Für datenschutzsensible Nutzer ist Blockpit durch Sitz und Datenhaltung in Österreich und Deutschland gut aufgestellt. Alle drei setzen auf read-only-Verbindungen und haben damit keinen Zugriff auf deine Coins.
Entscheidungshilfe
Welches Tool passt zu welchem Nutzertyp?
Die kurze Zuordnung nach typischem Profil, für den Einzelfall hilft der Tool-Finder weiter.
Die kurze Zuordnung nach typischem Profil. Für eine persönliche Empfehlung nach deinem konkreten Setup nutze den Tool-Finder.
Einsteiger in Österreich, einfache Bedienung
Blockpit
Viele Börsen, mehrere Chains, DeFi
Koinly
Vieltrader, Methodenkontrolle, Lifetime
CoinTracking
Zusammenarbeit mit Steuerberater (DATEV)
CoinTracking
Datenschutz und AT-Sitz wichtig
Blockpit
Nur eine inländische Börse, wenig Volumen
Oft kein Tool nötig
Ehrlich gefragt
Brauche ich in Österreich überhaupt ein Tool?
Nicht immer. Wer ausschließlich eine steuereinfache österreichische Börse nutzt, bei dem wird die 27,5 Prozent KESt automatisch abgeführt.
Steuereinfache Broker mit Sitz in Österreich wie Bitpanda, Coinfinity, 21bitcoin oder Kurant behalten die KESt direkt ein und melden ans Finanzamt. In diesem Fall musst du im einfachsten Szenario nichts weiter tun, und ein kostenpflichtiges Tool bringt wenig Mehrwert. Sobald du aber ausländische Börsen wie Kraken, Coinbase oder Binance nutzt, mehrere Wallets betreibst, DeFi verwendest oder einen kontoübergreifenden Verlustausgleich beantragen willst, brauchst du eine lückenlose Dokumentation, und genau dann spielt eine Steuersoftware ihre Stärke aus. Welche Börse automatisch abführt und welche nicht, zeigt unsere Börsen-Übersicht.
Weiterführende Vergleiche
Welche direkten Vergleiche ergänzen diesen Ratgeber?
Die folgenden Seiten grenzen jeweils zwei Tools anhand konkreter Auswahlkriterien voneinander ab.
Häufige Fragen
Welche Fragen werden häufig gestellt?
Die folgenden Antworten fassen die häufigsten Fragen zu diesem Thema kurz zusammen.
Welche Krypto-Steuer-Software ist die beste für Österreich?
Was kostet eine Krypto-Steuer-Software?
Gibt es eine kostenlose Krypto-Steuer-Software?
Welches Tool ist am besten für DeFi?
Welches Tool bietet einen Lifetime-Zugang?
Rechnet Blockpit den steuerfreien Krypto-zu-Krypto-Tausch korrekt?
Brauche ich ein Tool, wenn ich nur bei Bitpanda handle?
Kann ich das Tool mitten im Jahr wechseln oder upgraden?
Redaktion
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Zuletzt geprüft am 24. Juli 2026.
Quellen
Auf welchen Primärquellen beruhen die Angaben?
Steuerangaben beruhen vorrangig auf dem BMF und dem geltenden EStG, Preise und Funktionen auf den offiziellen Anbieterseiten.
Keine Steuerberatung. Die Inhalte ersetzen keine individuelle Beurteilung. Prüfe deinen Fall beim BMF und mit einer qualifizierten Steuerberatung.