Direktvergleich 2026

Blockpit gegen Koinly: welches Tool passt zu dir?

Zwei der bekanntesten Krypto-Steuertools, aber mit klar unterschiedlichen Stärken. Wir vergleichen sie ehrlich für den österreichischen Anwendungsfall und sagen, wer für wen die bessere Wahl ist.

Primärquellen geprüftStand 24. Juli 2026Keine Steuerberatung

Kurzfazit

Für die meisten Anleger in Österreich, die eine einfache, deutschsprachige Lösung mit fertigem E1kv-Report wollen, ist Blockpit die naheliegende Wahl, es sitzt in Österreich und ist auf den DACH-Fall zugeschnitten. Koinly spielt seine Stärken aus, wenn du viele Börsen und intensives DeFi hast oder den Report vor dem Kauf sehen möchtest, es hat die breiteste Integration und die beste DeFi-Erkennung. Kurz: Blockpit für den bequemen AT-Standardfall, Koinly für komplexe, internationale Portfolios.

Die Kontrahenten

Wie unterscheiden sich beide Tools in Kürze?

Blockpit ist der österreichische Anbieter mit DACH-Fokus, Koinly der internationale Spezialist mit der größten Integrationsbreite.

Blockpit stammt aus Linz, ist seit 2017 am Markt und auf den deutschsprachigen Raum ausgerichtet. Die Steuerlogik ist von KPMG geprüft, das Unternehmen TÜV-Austria-zertifiziert und FMA-anerkannt, die Daten liegen in der EU. Der Report kommt fertig für die österreichische E1kv.

Koinly wurde 2018 in London gegründet und ist international führend bei der Integrationsbreite, mit über 800 Börsen, Wallets und Blockchains und einer sehr starken DeFi-Erkennung. Oberfläche und Support sind englischsprachig, der Steuerreport selbst liegt auf Deutsch vor.

Direktvergleich

Wie unterscheiden sich Blockpit und Koinly auf einen Blick?

Die Tabelle stellt Sitz, Sprache, Integrationen, AT-Report und Preismodell direkt gegenüber.

KriteriumBlockpitKoinly
SitzLinz, ÖsterreichLondon, UK
Oberfläche und SupportDeutschEnglisch (Report auf Deutsch)
Integrationenmehr als 160 Börsen und 190 Blockchains800+
DeFi-Erkennunggängige Protokollesehr breit, führend
AT-Report (E1kv)fertig aufbereitetWerte teils manuell übertragen
Report-Vorschau vor Kaufneinja
Zwei-Faktor-Authentifizierungjakein natives 2FA
Einstiegspreisab 49 € / Steuerjahrab 49 US-Dollar / Steuerjahr
Free-TierTracking gratis, Report kostenpflichtigTracking bis 10.000 tx gratis

Preise und Grenzen können sich ändern, vor dem Kauf auf blockpit.io und koinly.io prüfen. Stand geprüft: 24. Juli 2026.

Preis

Wie unterscheiden sich Preis und Abrechnungsmodell?

Beide rechnen pro Steuerjahr ab, Blockpit in Euro und Koinly in US-Dollar, wodurch ein Wechselkurs dazukommt.

Beide rechnen pro Steuerjahr ab, kein laufendes Abo für den Report. Bei Blockpit ist das Tracking dauerhaft kostenlos, ein Steuerreport kostet ab 49 Euro (kleinste Lizenz), die größeren Stufen liegen bei 99 Euro und 149 Euro und reichen für Vieltrader bis 549 Euro pro Steuerjahr, dazu optional Blockpit Plus für 3,99 Euro im Monat. Einen kostenlosen Report gibt es nicht. Bei Koinly ist das Tracking bis zu 10.000 Transaktionen gratis, der Report kostet in US-Dollar ab 49 US-Dollar (100 Transaktionen), darüber 99 US-Dollar und 199 US-Dollar für 3.000 oder mehr Transaktionen. Für österreichische Nutzer ist die USD-Abrechnung ein kleiner Nachteil, da ein Wechselkurs dazukommt. Wichtig bei Koinly: Die benötigte Tarifstufe richtet sich nach der auf der offiziellen Preisseite ausgewiesenen Transaktionszahl, das kann die nötige Stufe schneller anheben, als man denkt.

Österreich

Wie gut eignen sich die Tools für Österreich?

Für den österreichischen Standardfall hat Blockpit die Nase vorn: deutsche Oberfläche, deutscher Support und ein fertiger E1kv-Report.

Blockpit ist auf DACH ausgelegt. Die Oberfläche und der Support sind deutschsprachig, und der Report ist als Ausfüllhilfe für die Beilage E1kv aufbereitet, du überträgst die Summen direkt nach FinanzOnline. Bei Koinly ist die Oberfläche englisch, der Steuerreport selbst liegt zwar auf Deutsch vor, aber Werte müssen teils manuell in die richtigen Felder übertragen werden. Wer sich mit Englisch wohlfühlt, kommt damit gut zurecht, wer eine durchgehend deutsche Lösung will, ist bei Blockpit besser aufgehoben. Beide rechnen nach der in Österreich vorgeschriebenen Durchschnittsmethode.

Reichweite

Welches Tool bietet mehr Integrationen und DeFi-Unterstützung?

Bei Integrationsbreite und DeFi ist Koinly klar führend, hier lohnt es sich für komplexe Portfolios.

Koinly bindet über 800 Börsen, Wallets und Blockchains an und erkennt sehr viele DeFi-Protokolle automatisch, das ist der stärkste Punkt des Tools. Wer über viele Plattformen handelt, in DeFi aktiv ist, Liquidity Pools nutzt oder über Bridges arbeitet, spart mit Koinly viel manuelle Nacharbeit. Blockpit deckt mit mehr als 160 Börsen und 190 Blockchains die gängigen Anbieter gut ab und reicht für die meisten Standardfälle, bei exotischen DeFi-Konstruktionen muss man aber eher nachbessern. Für ein einfaches Portfolio aus ein, zwei Börsen fällt dieser Unterschied kaum ins Gewicht, für ein aktives DeFi-Portfolio schon.

Feinheiten

Wie unterscheiden sich Report-Vorschau und Sicherheit?

Koinly zeigt den Report vor dem Kauf, dafür bietet Blockpit eine Zwei-Faktor-Authentifizierung.

Ein praktischer Vorteil von Koinly: Du kannst das Ergebnis prüfen, bevor du zahlst. Blockpit verlangt dagegen zuerst den Kauf der Lizenz, eine vollständige Vorschau des fertigen Reports gibt es vorab nicht, was bei der Kaufentscheidung stört. Die verfügbaren Anmelde- und Sicherheitsoptionen sollten bei beiden Anbietern unmittelbar vor Nutzung in den aktuellen Kontoeinstellungen geprüft werden. Beide nutzen für den Börsenimport reine Leserechte und haben keinen Zugriff auf deine Coins.

Entscheidung

Welches Tool passt zu welchem Nutzertyp?

Blockpit passt für den bequemen AT-Standardfall, Koinly für viele Börsen und intensives DeFi.

Blockpit, wenn

Du den bequemen AT-Weg willst

Du handelst überschaubar über gängige Börsen, willst eine deutsche Oberfläche, deutschen Support und einen fertigen E1kv-Report, und 2FA ist dir wichtig.

Koinly, wenn

Dein Portfolio komplex ist

Du nutzt viele Börsen und intensives DeFi, willst die größte Integrationsbreite und möchtest den Report vor dem Kauf sehen. Englisch stört dich nicht.

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Mehr Details in den ausführlichen Tests: Blockpit im Test und Koinly im Test. Oder alle drei Tools im großen Vergleich, inklusive CoinTracking.

Häufige Fragen

Welche Fragen werden häufig gestellt?

Die folgenden Antworten fassen die häufigsten Fragen zu diesem Thema kurz zusammen.

Blockpit oder Koinly für Österreich?
Für den österreichischen Standardfall ist Blockpit meist die einfachere Wahl: deutsche Oberfläche, deutscher Support und ein fertiger E1kv-Report. Koinly lohnt sich bei vielen Börsen und intensivem DeFi.
Welches Tool ist günstiger?
Beide starten bei rund 49 (Euro bei Blockpit, USD bei Koinly) pro Steuerjahr. Welches günstiger ist, hängt von deiner Transaktionszahl ab. Die Zählweise und Tarifgrenzen müssen bei beiden Anbietern vor dem Kauf aktuell geprüft werden. Vor dem Kauf die aktuellen Preise prüfen.
Kann ich den Report vor dem Kauf sehen?
Bei Koinly ja, bei Blockpit nicht in voller Form. Blockpit verlangt zuerst den Kauf der Lizenz.
Welches Tool ist besser für DeFi?
Koinly. Es erkennt sehr viele DeFi-Protokolle automatisch und hat die breiteste Integration. Blockpit deckt die gängigen Protokolle ab, bei exotischen muss man eher manuell nachbessern.
Sind meine Coins bei diesen Tools sicher?
Beide nutzen für den Import reine Leserechte und haben keinen Zugriff auf deine Coins. Sie lesen nur Transaktionsdaten.

Redaktion

Wer verantwortet diesen Inhalt?

Die Redaktion von kryptosteuer-check.com verantwortet Recherche, Inhalt und Aktualisierung.

Zuletzt geprüft am 24. Juli 2026.

Quellen

Auf welchen Primärquellen beruhen die Angaben?

Steuerangaben beruhen vorrangig auf dem BMF und dem geltenden EStG, Preise und Funktionen auf den offiziellen Anbieterseiten.

Keine Steuerberatung. Die Inhalte ersetzen keine individuelle Beurteilung. Prüfe deinen Fall beim BMF und mit einer qualifizierten Steuerberatung.